Auf welche Zeichen Ihrer Haut sollten Sie achten?

Um verdächtige Muttermale und Hautveränderungen besser zu erkennen, ist es wichtig, dass Sie die Symptome und Merkmale von Hautkrebs kennen. Die folgende Anleitung kostet Sie nur 5 Minuten Zeit und enthält Informationen zu den wichtigsten Merkmalen von Hautkrebs.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Hautkrebs

Wenn es um Hautkrebs geht, beschäftigen die Menschen vor allem die folgenden drei Fragen:

1. Was ist Hautkrebs und wer bekommt ihn?
2. Ist Hautkrebs tödlich oder ist Hautkrebs heilbar?
3. Was sind frühe Anzeichen für Hautkrebs?

Zunächst werden wir diese Fragen beantworten, bevor wir Ihnen zeigen, wie Sie Ihre Haut am besten regelmäßig kontrollieren können.

Was ist Hautkrebs und wer bekommt ihn?

Hautkrebs ist ein unkontrolliertes Wachstum von Hautzellen und entwickelt sich häufig, nachdem die Haut über einen längeren Zeitraum starker UV-Strahlung ausgesetzt war. Ein Melanom kann sich jedoch auch an Stellen entwickeln, die keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt waren, vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Jeder Mensch hat ein bestimmtes Hautkrebsrisiko, doch Personen mit einem speziellen Hauttyp und familiärer Vorbelastung haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Hautkrebs ist eine ernste Erkrankung. Doch eine frühzeitige Entdeckung erhöht die Heilungschancen erheblich.

Ist Hautkrebs tödlich oder ist Hautkrebs heilbar?

Nicht alle Formen von Hautkrebs sind gleichermaßen gefährlich. Die häufigsten Arten sind:

  • Basalzellkarzinom (auch: Basaliom),
  • Plattenepithelkarzinom (auch: Stachelzellkarzinom, Spinaliom) und
  • Melanom (schwarzer Hautkrebs).

Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom werden manchmal auch als weißer oder heller Hautkrebs bezeichnet und sind weniger aggressiv als der schwarze Hautkrebs. Dennoch ist auch bei diesen Hautkrebs-Arten eine frühzeitige Entdeckung von großer Bedeutung für die weitere Behandlung.

Das Melanom ist die gefährlichste Form von Hautkrebs und neigt dazu, sich im Körper auszubreiten. Wenn es jedoch frühzeitig (vor der Ausbreitung) entdeckt wird, sind auch die Behandlungschancen von schwarzem Hautkrebs gut. Wenn das Melanom im frühesten Stadium erkannt und behandelt wird, liegt die Überlebensrate bei 98,3 %. Es empfiehlt sich also, aufmerksam zu sein, und auf die frühen Warnsignale von Hautkrebs zu achten.

Was sind die frühen Warnsignale von Hautkrebs?

Das häufigste frühe Anzeichen für Hautkrebs ist eine Veränderung in der Haut oder ein auffälliges Mal wie zum Beispiel ein Schönheitsfleck, Sommersprossen oder ein Muttermal. Eine jahrelange UV-Belastung kann die Haut schädigen und mit zunehmendem Alter verändern. Da der Alterungsprozess selbst jedoch auch die Haut verändert, sind nicht alle sichtbaren Veränderungen der Haut zwangsläufig ein Anzeichen für Hautkrebs.

Anzeichen für eine mögliche Hautkrebs-Erkrankung

Alle Arten von Hautkrebs beginnen als Veränderung auf der Haut. Es ist jedoch nicht immer einfach, sich zu erinnern, ob ein bestimmtes Mal auf der Haut schon immer so ausgesehen oder sich verändert hat. Achten Sie deshalb auf die folgenden Warnsignale:

1. Das hässliche Entlein: Neue Veränderungen, Muttermale oder andere Auffälligkeiten

Das auffälligste Anzeichen ist ein Muttermal, ein Leberfleck oder irgendeine andere Veränderung, die anders aussieht als alle anderen Muttermale oder Leberflecke auf Ihrer Haut, also sozusagen „das hässliche Entlein“ unter den Malen ist. So einzigartig jede Person ist, so einzigartig ist auch ihre Haut, einschließlich ihrer Muttermale und Auffälligkeiten. Doch wenn ein Einzelnes davon sich von allen anderen unterscheidet, sollten Sie einen genaueren Blick darauf werfen.

2. Neue Muttermale im Alter von 35 Jahren oder älter

Bis zu einem Alter von 35 Jahren ist es völlig normal, dass sich immer wieder neue Muttermale bilden. Doch danach kommt dies seltener vor. Bei Erwachsenen zeigten sich 71 % der Melanome als neue Muttermale oder Male auf der Haut. Wenn Sie älter als 35 sind, seien Sie deshalb besonders aufmerksam gegenüber neuen Muttermalen. Denken Sie daran, auch Körperstellen zu kontrollieren, die Sie nicht so leicht sehen können, wie zum Beispiel Ihren Rücken. Um alle neuen Auffälligkeiten entdecken zu können, sollten Sie gerade diese schwierig erreichbaren Stellen regelmäßig fotografieren (lassen).

3. Die ABCDE-Regel

Wenn Sie ein Muttermal auf Ihrer Haut bemerken, das Sie beunruhigt, kann es hilfreich sein, sich an der ABCDE-Regel für verdächtige Muttermale zu orientieren:

A – Asymmetrie: Ziehen Sie gedanklich eine gerade Linie durch die Mitte des Muttermals und teilen Sie es so in zwei Hälften. Wenn die Hälften nicht genau spiegelverkehrt sind, ist das Muttermal asymmetrisch. Achtung: Jedes Muttermal sieht anders aus und kann nicht immer perfekt symmetrisch sein. Asymmetrie alleine muss nichts Schlimmes bedeuten, sollte aber Beachtung finden.
B – Begrenzung: Auffällig sind Muttermale mit unregelmäßiger oder verwaschener, holpriger oder schartiger Begrenzung.
C – Colour (engl. für Farbe): Variiert die Farbe innerhalb des Muttermals? Ein Melanom kann rötlich, weiß oder sogar bläulich sein, meistens sind sie jedoch braun (in hellen oder dunklen Farbnuancen) oder schwarz. Achtung: Auch Farbveränderungen können ein Anzeichen für ein Melanom sein, selbst wenn es sich hierbei nur um einen einzigen Farbton handelt.
D – Durchmesser: Ein Melanom ist bei der Diagnose meistens größer als 6 Millimeter. Es kann zu Beginn jedoch auch kleiner sein.
E – Erhabenheit: Wenn das Muttermal höher als das Niveau der umgebenden Haut ist, kann das ein Anzeichen für ein Melanom sein. Wenn Sie ältere Fotos Ihrer Haut haben, auf denen die Erhabenheit des Muttermals sichtbar ist, können diese für den Arzt möglicherweise von Interesse sein.

Wichtig: Auch wenn Sie eines der genannten Anzeichen bei einem Ihrer Muttermale bemerken, ist es unwahrscheinlich, dass es sich um ein Melanom handelt. Suchen Sie sicherheitshalber jedoch lieber einen Arzt auf, um die Auffälligkeit medizinisch untersuchen und abklären zu lassen. Wenn Ihr Hausarzt ebenfalls Zweifel hat, wird er Sie für weitere Untersuchungen zu einem Dermatologen überweisen.

4. Andere Veränderungen der Haut (Form, Farbe oder Größe)

Achten Sie auf alle Auffälligkeiten Ihrer Haut (nicht nur Muttermale), die sich in Form, Farbe oder Größe verändern. Halten Sie vor allem nach schnellen oder kurzfristigen Veränderungen Ausschau. Hierzu gehört zum Beispiel auch eine Rötung oder Schwellung eines Muttermals oder der Haut drumherum.

5. Ein größerer Bereich Ihrer Haut wird dunkler

Die Dunkelfärbung eines größeren Hautbereichs könnte ebenfalls ein Anzeichen für Hautkrebs sein. Dies gilt auch für Gesicht, die Unterseite der Füße und Handflächen sowie dunkle Linien, die sich unter den Nägeln bilden. Wichtig: Melanome können sich auch an Körperstellen bilden, die gar nicht oder nur sehr selten Sonnenstrahlung ausgesetzt sind.

6. Schlecht heilende Wunden

Wenn Sie Hautveränderungen beobachten, schenken Sie besonders untypischen Veränderungen größere Aufmerksamkeit. Ein wichtiges Anzeichen für einige Arten von Hautkrebs ist eine Wunde oder kleine Verletzung, die auch innerhalb von einigen Wochen nicht heilt, sondern anhaltend juckt oder immer wieder blutet. Eine solche Wunde kann, muss aber nicht, wie ein Muttermal aussehen. Das gilt auch im Allgemeinen: Ein Melanom oder Hautkrebs kann völlig anders aussehen als die hier (oder anderswo) gezeigten Bilder. Lassen Sie die Auffälligkeit deshalb im Zweifel immer von einem Arzt untersuchen.

Wichtig: Die selbstständige Kontrolle Ihrer Haut ist keine einmalige Angelegenheit, sondern sollte regelmäßig erfolgen. Entwickeln Sie hierzu am besten eine eigene Routine.

Untersuchungsroutine für Ihre Haut

Ihre Haut ist so einzigartig, wie Sie es sind. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre eigene Untersuchungsroutine entwickeln, bei der Sie vor allem auf Veränderungen Ihrer Haut achten. Personen mit hohem Hautkrebsrisiko könnten einmal jährlich zu einer Untersuchung bei einem Dermatologen oder anderen Spezialisten gehen. Doch für die meisten Menschen ist das nicht nötig. In manchen Fällen könnten jährliche Checks alleine sogar etwas zu wenig sein. Deshalb empfehlen Gesundheitsexperten allen Menschen, ihre Haut selbst besser kennenzulernen und sie regelmäßig auf Veränderungen hin zu untersuchen. Vielen Menschen fällt das jedoch schwer, deshalb haben wir hier einige Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihre eigene Untersuchungsroutine entwickeln können:

1. Kontrollieren Sie Ihre Haut regelmäßig.

Notieren Sie sich im Kalender, wann Sie Ihre Haut nach Veränderungen untersuchen möchten. Oder lassen Sie sich von Ihrem Smartphone daran erinnern. Auch in der FleckCheck Melanom-App können Sie eine Funktion einstellen, die Sie regelmäßig an den Haut-Check erinnert.

2. Denken Sie daran, Ihre komplette Haut zu untersuchen.

Um eine Untersuchungsroutine zu entwickeln und aufrechtzuerhalten, ist es wichtig, das Erscheinungsbild Ihrer Haut genau zu kennen. Verschaffen Sie sich einen Eindruck von Ihrer Haut – von Kopf bis Fuß. Auf diese Weise bemerken Sie Veränderungen schneller.

3. Hautkrebs verursacht fast nie Schmerzen.

Bevor Sie ein Melanom spüren, sollten Sie es sehen. Im frühen Stadium verursacht Hautkrebs fast nie Schmerzen. Aber wenn es fortschreitet, kann es sein, dass es zu jucken, bluten oder schmerzen beginnt. Reagieren Sie bereits auf sichtbare Veränderungen und warten Sie nicht, bis das Muttermal anfängt zu jucken oder zu schmerzen.

4. Denken Sie an die ABCDE-Kriterien und die Hässliches-Entlein-Regel.

Führen Sie die Untersuchung Ihrer Haut am besten vor einem großen Spiegel durch oder bitten Sie Ihren Partner, Ihnen zu helfen. Suchen Sie während der Untersuchung nach dem „hässlichen Entlein“, also dem Muttermal, das anders aussieht als alle anderen, und kontrollieren Sie Muttermale nach den ABCDE-Kriterien.

5. Nutzen Sie Fotos, um Veränderungen im Auge zu behalten.

Machen Sie Fotos von Ihrer Haut und Ihren Muttermalen. So können Sie diese später direkt miteinander vergleichen und auf einen Blick sehen, ob sich etwas verändert hat. Wenn es Muttermale gibt, die Ihnen bereits aufgefallen sind, oder die Sie aus einem anderen Grund im Auge behalten möchten, ist es sinnvoll, diese einzeln zu fotografieren. Machen Sie darüber hinaus auch Fotos von größeren Flächen, um neue Male oder Auffälligkeiten zu entdecken. Die Premium-Version der FleckCheck App erlaubt es Ihnen:

  • Nahaufnahmen von einzelnen Muttermalen zu machen
  • größere Hautbereiche zu fotografieren und nach neuen Auffälligkeiten zu suchen
  • Ihre Fotos in einem sicheren und privaten Cloud-Speicher zu sichern
  • Ihre Fotos Bild für Bild auf Ihrem Computer zu vergleichen – ideal um Veränderungen zu beobachten

Zur Erinnerung: Die FleckCheck Hautkrebs App erstellt auf der Basis Ihrer Fotos keine Diagnose und schätzt auch nicht Ihr Hautkrebsrisiko ein. Sie dient dazu, auf einfache Weise Fotos zu vergleichen und nach Veränderungen Ausschau zu halten.

6. Stellen Sie keine Selbst-Diagnosen.

Es liegt in der Natur des Menschen, Schlussfolgerungen über die eigene Gesundheit zu ziehen. Aber wenn es um Hautkrebs geht, geben Sie dieser Neigung nicht nach und erstellen Sie keine Selbst-Diagnose, auch nicht mithilfe einer Melanom-App. Es ist von größter Bedeutung, verdächtige oder auffällige Veränderungen auf Ihrer Haut direkt mit Ihrem Arzt zu besprechen.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Wenn Sie eine verdächtige Veränderung auf Ihrer Haut feststellen, sollten Sie zeitnah Ihren Arzt kontaktieren. Zögern Sie nicht. Denken Sie nicht, es sei nicht wichtig. Denken Sie nicht, es sei Ihrem Arzt lästig. Es ist wichtig und Sie verschwenden keine Zeit, auch nicht die Ihres Arztes. Nur wenige Hautveränderungen werden durch Hautkrebs verursacht, aber es ist wichtig, genau das zu überprüfen. Geben Sie Ihrem Hausarzt oder Dermatologen die Möglichkeit, die Ursache der Veränderungen zu identifizieren.

Was bedeutet eine Veränderung bei einem Muttermal?

Jeder Mensch ist einzigartig. Das gilt für viele seiner Eigenschaften, auch für die Haut und wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt. Von den Geburtsmalen, die Sie seit der Geburt haben, bis hin zu den Muttermalen, die im Jugendalter und frühen Erwachsenenalter auftreten – Veränderungen auf der Haut sind in den ersten Lebensjahren und Jahrzehnten normal. Wenn sich ein Muttermal jedoch plötzlich verändert und zum „hässlichen Entlein“ unter den Muttermalen wird, oder die ABCDE-Kriterien erfüllt, sollten Sie es ärztlich kontrollieren lassen. Das Gleiche gilt auch für neue Auffälligkeiten, die sehr plötzlich, nahezu über Nacht, aufgetaucht sind. Ab einem Alter von 25 Jahren wird es immer unwahrscheinlicher, dass sich neue Muttermale bilden. Nur wenige Menschen bekommen neue Muttermale nach dem 35. Lebensjahr. Dies ist ein gutes Alter für die Entwicklung einer eigenen Untersuchungsroutine zur regelmäßigen Kontrolle der Haut nach Auffälligkeiten und Veränderungen.

Sind Veränderungen an einem Muttermal immer Anzeichen für Hautkrebs?

Haben Sie mithilfe einer Melanom App eine verdächtige Veränderung auf Ihrer Haut festgestellt? Veränderungen an einem Muttermal oder ein neues Mal, das seltsam aussieht? Geraten Sie nicht in Panik. Es handelt sich hierbei wahrscheinlich nicht um ein Melanom oder Hautkrebs. Es gibt einige „Möchtegern-Melanome“, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem schwarzen Hautkrebs haben, aber harmlos sind. Um sicher zu gehen, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder Dermatologen und lassen Sie das verdächtige Muttermal oder andere ungewöhnliche Hautveränderungen untersuchen.